Mittwoch, 24. August 2016

Der Stresstest für die Fintech-Startups steht noch aus

Von Ralf Keuper

Die Ergebnisse des letzten Bankenstresstests lösten ein geteiltes Echo aus. Während einige Bankenvertreter die Resultate als Beleg dafür werten, dass das Bankensystem in Europa krisenfester geworden sei, sind andere der gegenteiligen Ansicht, da einige wesentliche Szenarien nicht berücksichtigt wurden. Nicht in die Bewertung eingegangen sei z.B. das Geschäftsmodellrisiko, wie es durch neue Mitbewerber, wie die Fintech-Startups, repräsentiert werde. 

So weit, so gut. 

Wie sieht es aber mit der Krisenfestigkeit der Fintech-Startups aus? Bis jetzt haben sich die Fintech-Startups in einer Schönwetterphase bewegt, wie u.a. Max Chafkin von Bloomberg am Beispiel LendingClub erläutert, Ökonomische Krisen oder größere Verwerfungen auf den Kapitalmärkten hat es bisher nicht gegeben. Was aber, wenn die Konjunktur nachlässt, die Investoren risikoscheuer werden und die Kapitalmärkte austrocknen? Was, wenn sich die Kreditausfälle häufen? Welche Auswirkungen hat das auf die Fintech-Startup-Szene?

Samstag, 20. August 2016

Bankiers als Bildungsbürger

Von Ralf Keuper

Im deutschen Kaiserreich mussten die Bankiers lange um ihre gesellschaftliche Anerkennung kämpfen. Ihr Ansehen rangierte deutlich hinter dem von Offizieren oder hohen Beamten. Bankiers standen unter dem Generalverdacht, ausschließlich materialistischen Interessen nachzugehen und geistigen Genüssen gegenüber unempfänglich zu sein sowie über keine hohe Bildung zu verfügen. 
In Bankiers als Bildungsbürger schildert Morten Reitmayer die Bemühungen bzw. Strategie führender Bankiers im deutschen Kaiserreich, ihren Status, ihr symbolisches Kapital (Pierre Bourdieu) zu erhöhen. In den meisten Fällen gelang es erst den Kindern von Bankiers wie Georg von Siemens oder Carl Fürstenberg, über eine hohe Bildung von den gesellschaftlichen Eliten jener Zeit als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Reitmayer unterscheidet ferner zwischen den Privatbankiers, wie den Mendelssons, Warburgs und Oppenheims, und Bankmanagern, wie von Siemens, Hansemann und Fürstenberg. Während die Bankmanager quasi Tag und Nacht mit Arbeit verbrachten, pflegten die Privatbankiers den Lebens- und Arbeitsstil eines Gentleman. Reitmayer berichtet über eine Anekdote:
Max Warburg kolportierte über den Chef des Pariser Hauses Rothschild: "Baron Alfred de Rothschild fand, ich mache zu viel Bureaustunden. Er sagte mir eines Tages: Ein Gentleman ist nicht vor elf im Bureau und bleibt nicht länger als bis vier Uhr. "
Privatbankiers, wie Rotschild, betrauten Manager mit der operativen Führung der Bank, so dass sie selber genügend Zeit für kulturelle Aktivitäten hatten. Für Bankmanager wie Siemens oder Hansemann war der Gentleman-Stil keine Option - sie mussten sich selber um die Geschäfte kümmern. 
Selbst Bankiers, die sich intensiv mit Theater, Dichtung, Musik und Malerei beschäftigten und hohe Summen in Kunstwerke investieren, mussten mit dem Verdacht kämpfen, wiederum nur aus rein materiellen Gründen zu handeln. Es war häufig nur ein schmaler Grat, der den Bankier vom typischen Bourgeois trennte:
Es waren Geschmacksurteile, die die Welt der Bildungsbürger von der der Bankiers trennten. Der wichtigste Maßstab für diese Urteile war das Ausmaß der Vertrautheit mit den Spielregeln der herrschenden Kultur, die über die Fähigkeit entschied, z.B. einem Gemälde den ihm zukommenden Wert zu geben. 
Eine Strategie, allen Verdächtigungen aus dem Weg zu gehen, war, in unbekannte Künstler zu investieren, bei denen es ungewiss war, ob sie den Durchbruch schaffen würden. 

Die Bankiers akzeptierten das bildungsbürgerliche Ideal ihrer Zeit und passten sich über die Generationen an die Verhältnisse an. Zur Zeit Kaiser Wilhelms II bekamen sie Zutritt zu der Welt der Bildungsbürger: 
Die Bankiersfamilien befanden sich nun in einer viel größeren Nähe zur Welt des Bildungsbürgertums. Man könnte auch sagen, dass es ein Element ihrer "Bürgerlichkeit" war, die kulturellen Standards der Bildungselite zu übernehmen. Denn mit dieser Bereitschaft zur Adaption bewiesen die Bankiers ihre Fähigkeit, zum Zweck ihres individuellen Aufstiegs Formen und Inhalte, die nicht unmittelbar ihrer eigenen Lebenswelt entstammten, in ihr eigenes Wertsystem zu integrieren. 
Die Bankiers wurden in den letzten Jahrzehnten von den Bankern abgelöst bzw. verdrängt. Das Ansehen der Banker befindet sich auf einem ähnlichen Niveau wie das der Bankiers zu Beginn des Deutschen Kaiserreichs. 
In seiner ungehaltenen Rede traf Ludwig Poullain eine Unterscheidung zwischen dem Bankier und dem Banker: 
Was den Unterschied zwischen einem Bankier und einem Banker ausmacht? Der Bankier war ein vornehmer Mann, kein Vornehmtuer, er war also ein Herr, der die Kunst und die Geduld des Zuhörens beherrschte und so souverän war, seine eigene Meinung durch das, was er aufnahm, zu korrigieren. Er räumte den Ratgebern Zeit ein, und er nahm die Sorgen derer, die sich ihm anvertrauten, ernst. Er war kein Mann des schnellen Geldmachens, sondern suchte seinen Nutzen in der Beständigkeit einer Beziehung. Ein Banker dagegen ist ein globaler Universeller. Er weiß nicht nur alles, er weiß auch alles besser; etwa von Abläufen in Produktion und Versand, von Forschung und Entwicklung, also von Dingen, von denen er von Haus aus nur wenig wissen kann. Hat er sich einmal eine Meinung gebildet, steht sie unverrückbar fest. Sie ist nicht mehr diskutierbar. Am liebsten verkehrt er nur unter Gleichgekleideten. Gepflegte Tischsitten und strikte Beachtung der Regeln der Etikette gelten ihm als Ausdruck hochentwickelter Kultur.
Siegmund Warburg wünschte sich gar eine neue Aristokratie in den Banken:
Ich hoffe noch auf eine neue Aristokratie, eine neue Elite, zu deren Eigenschaften die Verachtung von Luxus und Ansammlung materieller Güter, die Achtung vor dem Inhalt anstelle des Scheins, der Vorzug der Qualität vor der Quantität, schließlich edle Gesinnung und unabhängiges Urteil gehören müssen.
Weitere Informationen:

The Role of Financial Institutions in Building Digital Identity

Von Ralf Keuper

Dass die Digitalen Identitäten für die Banken eine erfolgskritische Bedeutung haben, war auf diesem Blog bereits häufiger ein Thema, wie in 
Vor wenigen Tagen veröffentlichte das World Economic Forum in A Blueprint for Digital Identity. The Role of Financial Institutions in Building Digital Identity die Ergebnisse eines Projektes, an dem zahlreiche Finanzinstitutionen mitgewirkt haben. 

Freitag, 19. August 2016

New Banking: Ein kurzer Wochenrückblick #KW33

Von Ralf Keuper

Anbei eine Liste von Meldungen, die mir in dieser Woche besonders ins Auge gefallen sind:

Blockchain: Anspruch und Wirklichkeit #3

Von Ralf Keuper

Kann die Blockchain die hoch gesteckten bzw. hoch gezüchteten Erwartungen überhaupt noch erfüllen? Zweifel sind angebracht. 
Die Zukunft der Blockchain könnte recht profan ausfallen, wie Siddharth Kalia in Blockchain Is Supposed to Work in the Background erläutert. 

Er schreibt:
However, looking at blockchain as an application that solves some immediate business need may turn out to be a mistake in the long-run evolution of this technology. It is more plausible that the technology will evolve in a way that makes the blockchain a protocol layer, on which individual applications are then built. Such a system would be preferable in a global marketplace where no financial institution has to play in a system built by a competitor. It would also be preferred by regulators, because it standardizes applications and smart contracts, thus making it easier to monitor systemic risks.
Wie schon andere Autoren vor ihm, stellt Kalia fest, dass die Blockchain eigentlich nur für einen bestimmten Zweck geeignet ist:
The blockchain does one thing really well: help different parties come to an irreversible consensus. That should be the protocol layer. Various applications can then be built on top of that foundation. For example, it is entirely possible to build an application that provides reversible transactions on a blockchain. Or create an automated piece of code (a smart contract) that "pays a dividend" if certain conditions are met.
Ähnlich argumentiert Martin Kuppinger in  Blockchains – wichtig aber bald kaum noch im Gespräch.

Weitere Mängel werden in Transaction confidentiality tops blockchain security concern for banks angesprochen. Große Unsicherheit herrscht, einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Greenwich Associates zufolge, beim Einsatz der Blockchain als transparentem Transaktionsprotokoll: 
Confidentiality is compromised by one of blockchain's most lauded features - that it can essentially represent a consolidated audit trail. This level of transparency worries some, says Greenwich, because "banks would be able to see what trades their competitors were doing at what price; in some markets, this could be putting them at a disadvantage."
Zweifel an der Tauglichkeit der Blockchain als Mittel zur eindeutigen Identifizierung im Internet äußert Adam Cooper in Blockchain - don't get carried away by the hype:
There are some basic maturity issues with these technologies including the lack of standards, common terminology, or demonstrable examples of ‘real’ implementations. Some of this is to be expected at this stage but, where there are known scalability and security issues left unanswered, the risk of implementation may outweigh any benefit. Blockchain is unproven. 
Kritisch mit dem Bitfinex-Hack setzt sich der Beitrag Beware The Bitcoin Bail-In auseinander. Leider, so der Autor Ted Baumann, leide Bitcoin inzwischen an denselben Symptomen, die es überwinden wollte: 
But large-scale trading of cryptocurrencies has recreated the exact problem bitcoin was meant to solve: a “single point of failure.” Instead of “users hold(ing) the crypto-keys to their own money and transact(ing) directly with one another,” the global cryptocurrency market is dominated by massive exchanges that operate exactly like banks, except that they are unregulated and make their own rules.
Was aber, wenn sich die zahlreichen technischen Probleme beheben ließen - wäre die Blockchain dann wirklich die Eierlegende Wollmilchsau -  oder gibt es weiterhin fundamentale Grenzen?

Dass wir den Versprechungen der (Hoch-)Technologie gegenüber eine reservierte Haltung einnehmen sollten, war die Ansicht von Niklas Luhmann. Luhmann, alles andere als technikfeindlich, gab zu bedenken:
Der Versuch, sich gegen Risiken der Technik durch Technik zu schützen, stößt offenbar an Schranken. ... (in: Soziologie des Risikos)
An einer anderen Stelle unterschied Luhmann zwischen festen und losen Kopplungen. Die Blockchain kann als Paradebeispiel fester Kopplungen betrachtet werden. 
Andersartige Probleme treten auf, wenn technische Kopplungen komplexer werden, das heisst: aus vielen, verschiedenartigen und im Zeiteinsatz variablen Elementen bestehen. Dann wird Zeit knapp, vor allem Zeit für eine Reaktion auf Überraschungen. Denn feste Kopplung der technisch bestimmten Operationen heisst ja unter Zeitgesichtspunkten: Sofortige Kopplung. Das System muss dann mit Störungen rechnen, für deren Erkennen und Beheben nicht mehr genug Zeitreserven zur Verfügung stehen. Dies Problem ist zunächst unabhängig von der Größe des Schadens, der aus solchen Störungen entstehen kann; aber es gewinnt besondere Bedeutung im Bereich hochriskanter Technologien, die zu Katastrophen führen können und bereits geführt haben (in: Organisation und Entscheidung)
Wollen wir tatsächlich das Risiko eingehen, das Finanzsystem und weitere für die Gesellschaft relevante Bereiche fast ausschließlich über die Blockchain abzubilden? Wäre das Systemrisiko nicht zu groß, das, im Falle seines Eintretens, einer Kernschmelze gleich käme? 

Weitere Informationen:

The Subtle Tyranny of Blockchain

Donnerstag, 18. August 2016

Das Geschäftsmodell der Banken ist hinüber #2

Von Ralf Keuper

Das Geschäftsmodell der Banken steht derzeit von mehreren Seiten unter Druck. Zum einen durch die fortschreitende Digitalisierung, die es neuen Mitbewerbern relativ einfach macht, Bankdienstleistungen anzubieten, zum anderen durch das Niedrigzinsumfeld sowie die Umsetzung der regulatorischen Bestimmungen. Hinzu kommen noch interne Faktoren, wie die Anreizsysteme und Bonusregelungen sowie die z.T. veralteten IT-Systeme. 
So neu ist diese Konstellation jedoch nicht. Mitbewerber, die in das Bankgeschäft drängen, gab es auch in der Vergangenheit, ein ungünstiges Zinsumfeld ebenfalls, und die Regulierung ist auch keine Erfindung der letzten Jahre. 

Erste Abnutzungserscheinungen bereits in den 1970er Jahren 

Die ersten Abnutzungserscheinungen zeigten sich bereits zu Beginn der 1970er Jahre, als einige Banken sich Spekulationsgeschäften zuwandten, da die Einnahmen aus dem "gewöhnlichen" Geschäftsbetrieb, d.h. vor allem die Einnahmen aus der Zinsdifferenz, nicht mehr ausreichten, um einen Gewinn erzielen zu können. Beispielhaft dafür ist die Herstatt-Bank.

Die schwache Ertragslage im Spannengeschäft zwischen den Einlagen- und den Kreditzinsen sollte durch Gewinne im Wertpapiergeschäft ausgeglichen werden. Tatsächlich entwickelte sich in den siebziger und achtziger Jahren eine bis dahin unvorstellbare Nachfrage nach Aktien, die die Kurse der Wertpapiere in ungeahnte Höhen trieb.  .. 

Angesichts der verringerten Spannen im Kreditgeschäft der siebziger und vor allem der achtziger Jahre begaben sich zahlreiche Bankdirektoren auf die Suche nach neuen Ertragsquellen und entdeckten die Derivate.
Bleibt nur die Spekulation?

Es hat den Anschein, als stünde den Banken auf Dauer für die Erzielung hoher bzw. ausreichender Gewinne nur die Spekulation zur Verfügung. Wohin das führen kann, hat die Finanzkrise von 2008 gezeigt. Denn, dieses Spiel funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen und das auch nur für relativ kurze Zeit. Barazon schreibt: 
Das Geschäft funktioniert nur, wenn die allgemeine Stimmung die Chancen größer einschätzen lässt als die Gefahren, wenn also viele bereit sind diese Form des Glücksspiels zu betreiben. Ist dies nicht der Fall, bricht das System, das nicht auf realen Transaktionen beruht, zusammen. Dies war in spektakulärer Weise 2008 der Fall.
Derivate, die in der letzten Finanzkrise die Rolle von "Brandbeschleunigern" (Warren Buffett) übernahmen, wurden von der Regulierung übrigens bis heute nicht verboten. Die Exposures an Derivaten der großen Banken, allen voran die Deutsche Bank, haben erneut gigantische Ausmaße angenommen.

Wie wichtig das Wertpapiergeschäft auch für kleinere Banken ist, zeigt eine Studie von Ralf Jasny über die Anlagepolitik der deutschen Sparkassen

Privatkundengeschäft verliert für die Banken an Attraktivität

Wie die Unternehmensberatung Horváth berichtet, wird das Privatkundengeschäft für die Banken unprofitabel. Dieser Befund gilt allerdings schon seit den 1970er Jahren. 

Wie auch immer. Jedenfalls greifen die Banken in den nächsten Jahren auf bewährte Mittel zurück: Es sollen Kosten gesenkt und die Preise erhöht werden. Ferner soll die Zusammenarbeit mit Fintech-Startups forciert werden und der Einsatz von Robo-Advisern erfolgen. 

Bilanzmanagement hat weiterhin Vorrang

Aus all dem wird deutlich, dass für die Banken auch in Zukunft das Bilanzmanagement Vorrang hat. Kooperationen mit Fintech-Startups sind ein Teil davon. Es ist mehr als fraglich, ob diese Strategie zum Erfolg führt. Solange keine wirklich neuen Erlösquellen gefunden werden und die Abhängigkeit von z.T. hoch riskanten Spekulationsgeschäften bleibt, werden die Probleme bleiben - mit den bekannten Folgen bzw. Folgekosten. 

Verwandte Beiträge:

Das Geschäftsmodell der Banken ist hinüber

Montag, 15. August 2016

New Banking trifft Schumpeter

Von Ralf Keuper

Für Joseph Schumpeter, Erfinder der "Kreativen Zerstörung", sorgt der echte Unternehmer für die Durchsetzung neuer Kombinationen von Produktionsfaktoren. Ihm gleichberechtigt zur Seite stellte Schumpeter den Bankier: 
Neben dem Entrepreneur erhält bei Schumpeter ein weiterer wirtschaftlicher Akteur eine zentrale Stellung: der Bankier. Innovationen werden als neue Kombinationen bestehender Ressourcen beschrieben. Diese Ressourcen aber sind in der Ausgangssituation bereits einer anderen Verwendung zugeführt. Um neue Kombinationen von Ressourcen zu ermöglichen, bedarf es folglich eines Moderators. Dessen Funktion übernimmt der Bankier, indem er an Entrepreneure die Kredite vergibt, die diese erst mit der Kaufkraft ausstatten, welche benötigt wird, um neue Kombinationen überhaupt durchführen zu können (in: Evolutionary Theory of Economics - Theorie der Wirtschaftlichen Entwicklung). 
Bankiers, auf die dieses Profil zutritt, waren schon in der Vergangenheit rar gesät. Beispiele sind David Hansemann, J.P. Morgan, Carl Fürstenberg und Georg von Siemens. 

Führende Investmentbanker weisen gerne auf ihre Rolle als Finanzierer aufstrebender Technologiekonzerne hin. Dazu hält John Cassidy in What good is Wall Street? fest: 
Yet Wall Street’s role in financing new businesses is a small portion of what it does. The market for initial public offerings (I.P.O.s) of stock by U.S. companies never fully recovered from the tech bust. During the third quarter of 2010, just thirty-three U.S. companies went public, and they raised a paltry five billion dollars. Most people on Wall Street aren’t finding the next Apple or promoting a green rival to Exxon.
Für die Durchsetzung neuer Kombinationen von Produktionsfaktoren stehen in der Plattformökonomie die großen digitalen Ökosysteme wie Apple, Google, Amazon, Samsung und Alibaba. Zwar kommen auch sie nicht ganz ohne Unterstützung der Banken aus, jedoch treten sie selber als Finanzdienstleister auf.  

Dem Ideal des Schumpeterschen Bankiers noch am nächsten kommen einige Fintech-Startups, die versuchen, neue Kombinationen durchzusetzen, wie im (Open) API-Banking. Die Banken betreiben dagegen überwiegend Bilanzmanagement. Durch Kooperationen mit oder Übernahmen von Fintech-Startups hoffen sie, ihre Rolle als Finanzierer und Intermediäre bewahren zu können und nicht Opfer der Kreativen Zerstörung zu werden.